Los Angeles Nordamerika Städtereisen

Los Angeles Reisetipps

Los Angeles – der Inbegriff des American Dreams, Sunny Surferboys und Stadt der Schönen und Reichen. Für mich ist Los Angeles im sonnigen Bundesstaat Kalifornien an der Westküste der USA eine Stadt, die ich mir vorher ganz anders vorgestellt hab. Das Bild von Los Angeles, das man aus Hollywood Filmen kennt, entspricht nur bedingt der Realität. Dies hat allerdings einen Grund, denn Los Angeles ist mit seinen 15 Mio. Einwohnern so riesig, dass es einfach nicht möglich ist, alle Facetten darzustellen oder zu vermitteln, wie groß die Abstände von einem Stadtteil zum nächsten sind. In den 7 Tagen habe ich bei weitem nicht alles gesehen, was es dort zu sehen gibt. Mit seinem Nobelvierteln im Norden, dem ein oder anderen Paparazzi, Limousinen mit Chauffeur, entspricht Los Angeles wirklich seinen Klischees. Dennoch verkörpern die Armenviertel im Süden der Stadt genau das Gegenteil. Nichtsdestotrotz ist Los Angeles eine unglaublich facettenreiche und erlebnisreiche Stadt, die man einfach mal gesehen haben muss.

Vorbereitungen für deinen Los Angeles Urlaub

Unterkunft: Da Los Angeles ein wirklich sehr beliebtes Urlaubsziel ist, solltest du deine Unterkunft relativ früh buchen, da sonst meist schon viel ausgebucht ist. Die Unterkünfte in Santa Monica oder am Venice Beach sind sehr teuer, das haben wir uns nicht gegönnt. Wir haben unser Appartment für 7 Tage in Los Angeles im Stadtteil Inglewood bei booking gebucht und 300€ für uns beide bezahlt. Auch bei airbnb findest du bestimmt eine schöne Unterkunft, die etwas preiswerter ist. Wenn du am Strand übernachten möchtest, ist Santa Barbara nicht so teuer wie Santa Monica oder Malibu.

Reisepass: Da du einen Reisepass für die Einreise nach Los Angeles benötigst, ist es von Vorteil diesen mindestens 4 Wochen vor deiner Reise zu beantragen. Der Reisepass an sich muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.

FlugWir haben unseren Roadtrip in San Francisco gestartet und sind von Las Vegas zurückgeflogen. Für die Flüge haben wir dank Urlaubsguru insgesamt 400€ pro Person bezahlt. Nach Flügen kannst du bei Kayak oder Skycanner schauen.

Visum: Ganz wichtig bei der Einreise in die USA ist das Visum, dieses kannst du hier beantragen. Dein Visum ist dann 2 Jahre gültig.

Mietwagen in Los Angeles

Zunächst lässt sich einmal festhalten, dass in Los Angeles unheimlich viele Autos unterwegs sind, sodass der berühmte blaue Himmel von Los Angeles auch gerne mal im Smog verschwinden kann. Generell ist hier jedoch ein Mietwagen wirklich von Vorteil, gerade auch deshalb, weil die öffentlichen Verkehrsmittel nicht so gut ausgebaut sind und man zu Fuß nicht weit kommt. Über eine Fläche von 10.000km² verlaufen hier die Boulevards und Avenues. Um beispielsweise von der Stadtmitte nach Malibu zu fahren, braucht man ca. 1-1,5 Std. Hinzukommt, dass es sich auf den Autobahnen sehr oft staut und sich damit die Fahrt verzögert. Nichtsdestotrotz ist man mit dem Auto sehr flexibel und das Parken in LA hat auch immer sehr gut geklappt. Unseren Mietwagen haben wir auf billiger-mietwagen gebucht. Tipp: Eine sehr nützliche Navigations-App, die wir für alle unsere Urlaube nutzen heißt „here“ (Appstore). Parken in den grün markierten Parkplätzen erlaubt, in den roten verboten oder nur bedingt erlaubt. Achtet auch auf die Verkehrsschilder bei den Parkplätzen. Manchmal steht dort ein Schild (Montags von 8-16 Uhr nicht erlaubt oder so ähnlich). So ein Schild haben wir einmal übersehen und hatten direkt einen Strafzettel.

Sehenswürdigkeiten Los Angeles

Hollywood Hills

Was ganz oben auf meiner Liste stand, war ein Foto vor dem Hollywood Sign. Es ist das berühmteste Markenzeichen Hollywoods. Nun fragt man sich, wie komme ich dort hin? Wir sind einfach mal losgefahren und haben versucht uns dem Schild zu nähern – hat geklappt. Das Hollywood Sign befindet sich nämlich auf den Hollywood Hills, einer Hügelkette in Los Angeles. Sie liegen im Villenviertel im District Hollywood oberhalb von LA und sind der östlichste Teil der Santa Monica Mountains. Die Fahrt zum Schild ist ganz spannend, aber die Straßen können ab und zu auch mal sehr eng werden. Dennoch findet jeder den Weg zum Hollywood Sign, da dieses Schild einfach so groß ist, dass man es nicht übersehen kann.

Griffith Observatorium

Das Griffith Observatorium ist vielleicht dem ein oder anderem ein neue Begriff, dennoch kennen es mit Sicherheit viele von euch aus zahlreichen Hollywood-Filmen. Das im Jahre 1935 erbaute Observatorium bietet mit seinem umgebenden Griffith Park aus etwa 300 Metern höhe einen wundervollen Ausblick auf Los Angeles, Hollywood und dem Hollywood Sign sowie Downtown. Das Observatorium an sich bietet eine faszinierende Architektur, welche eine Besichtigung sehenswert macht.

Aussicht auf das Griffith Observatorium.

Parkmöglichkeiten

Es sind ausreichend Parkplätze vor dem Observatorium verfügbar, diese haben wir allerdings nicht genutzt. Stattdessen haben wir weiter unten vor dem Eingang des Griffith Parks geparkt und anschließend durch den Park zur Aussichtsplattform sowie zum Observatorium hochgelaufen. Dies kann ich jedem empfehlen, da der Griffith Park an sich schöne Aussichten sowie abwechslungsreiche Pfade zum spazieren, wandern oder sogar auch zum joggen bietet. Einer sportlichen Einheit steht also auch hier nichts im Wege. Info: Der Eintritt ist kostenfrei und die Öffnungszeiten sind Di-Fr 12-22 Uhr sowie Sa-So 10-22 Uhr.

Hier sieht man das Griffith Observatorium vom Griffith Park aus.

Das Griffith Observatorium vom Griffith Park aus gesehen.

Aussicht vom Griffith Observatorium auf den Griffith Park.

Aussicht vom Griffith Observatorium auf den Griffith Park.

Santa Monica und Venice Beach

Bei einem Los Angeles Urlaub bietet der berühmte Santa Monica Pier neben dem gleichnamigen Stadtteil, welches im Nordwesten liegt, einen wunderbaren ersten Einblick, um die Stadt und seine vielen Facetten näher kennenzulernen. Hier findet man nicht nur einen schönen Strand, sondern auch abwechslungsreiche Unternehmungsmöglichkeiten.

Santa Monica Pier

Der Mittelpunkt in Santa Monica ist das Pier, ein Rummel mit Fahrgeschäften, wie Achterbahnen, einem Riesenrad im Pacific Park sowie vieler kleiner Souvenir Läden, die zum Kauf von Mitbringsel einladen. Am Santa Monica Pier endet auch die Route 66, dessen Schild als besonders beliebtes Fotomotiv dient. Besonders beeindruckend ist der Sonnenuntergang am Pier, was natürlich viele Besucher lockt, wodurch es auch mal recht voll werden kann. Auch spielen hier des Öfteren Bands auf der Bühne, wodurch das Ambiente bei Sonnenuntergang natürlich gleich doppelt so toll ist. Der Sonnenuntergang in Santa Monica soll auch einer der schönsten in der Umgebung sein. Info: Das Tagesticket für Erwachsende für den Pacific Park kostet 25$ und ist in der Hauptsaison meist ab 11 Uhr geöffnet.

Santa Monica Strand schönes Wetter

Direkt am Strand von Venice Beach findet man einige Surfer, die bei Wind und Wetter ins kalte Nass hüpfen. Wer mutig ist, kann auch im 15-20 Grad warmen pazifischen Ozean baden, trotz dass wir im April da waren und das Wasser eisig kalt war, haben wir den ein oder anderen Schwimmer gesichtet. Mir hat jedoch das Sonnenbaden am Santa Monica Beach ausgereicht :-P. Das Meer in Santa Monica, direkt rechts neben dem Pier, ist eher zu vergleichen mit unserer Ostsee, aber um zu relaxen und um sich zu sonnen ist der Strand optimal. Außerdem kann man sich hier die berühmten Bay Watch Lifeguard Tower ansehen. Leider haben wir es nicht nach Malibu geschafft,  ich denke die Strände sind dort etwas schöner.

santa-monica-beach

Besonders am Abend lädt die Fußgängerzone der Santa Monica Bucht für gemütliche Spaziergänge ein. Man kann sich hier für 10 – 15$ pro Tag ein Fahrrad ausleihen und Santa Monica sowie seine umliegenden Regionen wie das Pacific Palisades mit der Getty Villa und Venice mit seinen faszinierenden Canals erkunden. So kann man beispielsweise den 26 km langen Beach Path Trail, der Santa Monica, Venice und Malibu verbindet, sehr gut befahren und die Gegend erkunden. Auch sind die Fußgängerwege gut geeignet, um diese mit Inlinern abzufahren. Nichtsdestotrotz haben wir Santa Monica und den Venice Beach zu Fuß besichtigt und dabei immer mal wieder vom Fußgängerweg in Richtung Strand abgebogen. Dort ist nämlich oft was los, man kann Skatern zuschauen, verschiedenen Bands zuhören oder die Souvenirstände abklappern.

Ein gemütlicher Spaziergang am Venice Beach

Einen Parkplatz haben wir meistens nur schwer gefunden und mussten immer mehr als nur eine Runde fahren. Wenn man dann einen gefunden hat, kann es sein, dass man etwas weiter laufen muss bis zum Strand. Das Santa Monica Pier bietet jedoch direkt davor auch Parkplätze an, die ungefähr 12$ pro Tag kosten.

Santa Monica Sonnenuntergang

Sonnenuntergang am Venice Beach

Santa Monica Promenade

Übergang von Santa Monica in Richtung Venice Beach.

Huntington Desert Gardens

The Huntington Desert Gardens scheint vielen zunächst ein Begriff, den sie mit einem Los Angeles Urlaub nicht verbinden. Für mich ist es ein besonderes Ausflugsziel, das ein wenig Abwechslung zur Stadt mit sich bringt. Das Huntington Desert Gardens ist ein botanischer Garten, der die ältesten Ansammlungen von Kakteen und Sukkulenten der Welt beherbergt. Es gibt beispielsweise einen Palmengarten, japanische sowie chinesische Gärten, einen Rosengarten, einen Wintergarten und vieles mehr. Neben unzähligen Palmen oder Kakteen gibt es auch wunderschöne andere Pflanzen und Blumen zu betrachten.

Botanical Huntington Gardens Teich

Das Huntington Desert Gardens liegt in San Marino, einem Stadtteil von Los Angeles und ist von Downton in etwa 20 min zu erreichen. Für uns war es zunächst schwer zu finden, da es ein Teil der Huntington Library ist. In San Marino mussten wir einige Fußgänger nach dem Weg fragen, bis wir es gefunden haben, es hat sich allerdings gelohnt. Im Park an sich, kann man locker mehrere Stunden verbringen und auch in verschiedenen Restaurants essen. Info: Die Öffnungszeiten sind derzeit Mo-So.(außer Dienstags) 10-17 Uhr, der Eintrittspreis liegt ungefähr bei 25$, auch hier gibt es Studentenrabatt.

Botanical Huntington Gardens

Botanical Huntington Gardens Kakteen

Runyon Canyon

Wer neben dem vielen leckeren Fastfood in Los Angeles zwischendurch auch gerne mal ein paar Kalorien verbrennen möchte, ist im Runyon Canyon Park genau richtig. Unten gestartet geht oder joggt man bis hoch zum Gipfel, von dem man eine wunderschöne Aussicht über Los Angeles und Hollywood hat. Es gibt hierbei verschiedene Startpunkte: unten, in der Mitte und oben. Wer Glück hat kann sogar den ein oder anderen Promi treffen, also Augen auf halten 😉 Wir hatten leider kein Glück, dennoch sprechen die vielen Bilder auf Instagram für sich. Achja, Wasser nicht vergessen. Wir waren im April dort und es waren gefühlte 40 Grad im Runyon Canyon Park. Tipp: Vom Runyon Canyon Park am unteren Eingang kann man direkt nach Downtown zum Walk of Fame laufen.

Runyon Canyon

Runyon Canyon

Der Runyon Canyon

Sunset Boulevard

Die bekannteste Straße in Los Angeles ist der Sunset Boulevard, der sich über 35 km als Hauptverkehrsader von Downtown Los Angeles durch die Stadtteile Echo Park, Silver Lake und Hollywood, sowie die beiden Städte West Hollywood und Beverly Hills bis nach Santa Monica zieht.  Zwischen Hollywood und Beverly Hills liegt der bekannteste Abschnitt: The Sunset Strip, welches auch sehr bekannt für die vielen Bands ist, die hier in den Clubs auftreten. Auch gibt es hier einige gute Restaurants und edle Boutiquen, wo der ein oder andere Star aus der Hollywood- Filmszene gerne einmal shoppen oder essen geht. Auch hier gilt, Augen auf ;-).

Angegrenzt an den Sunset Blvd liegt der Hollywood Boulevard. Hier findet ihr  Sehenswürdigkeiten des Sunset Blvd, wie beispielsweise der Hollywood Walk of Fame oder das Hollywood Entertainment Museum. Ist schon interessant am Walk of Fame entlangzulaufen und zu bemerken wie wenig Stars man davon eigentlich kennt. Der Walk of Fame erstreckt sich über mehrere Fußgängerwege und ist nicht bloß eine Straße. Bis wir Michael Jackson gefunden haben, hat es schon eine Weile gedauert 😀 Wer gerne die Oscar Verleihung schaut, für den darf ein Abstecher zum Kodak Theater am Hollywood Boulevard nicht fehlen.

Sehr liberal und offen für alles ist West Hollywood. Ähnlich wie auch Beverly Hills und Bel Air hat West Hollywood Interesse am schönen Design. Es erwarten einen hier knallige Auftritte und Nächte voller Vergnügen.

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Beverly Hills

Was man unbedingt mal machen sollte in Los Angeles: mit dem Auto durch das weltbekannte Stadtviertel mit der berühmten Postleitzahl 90210 Beverly Hills fahren. Dort lassen sich die prächtigen Luxusvillen der Stars betrachten. Im Internet gibt es sogar einige Standorte, die zeigen, welchem Promi wo und welches Luxushaus gehört. Die richtig großen Luxusvillen sind zwar nur von außen zu betrachten und gut umzäunt, dennoch fühlt man sich beim Fahren durch das berühmte Stadtviertel fast wie die California Girls aus der Serie 90210, welche übrigens neben Gossip Girl eine meiner Lieblingsserien war.

Sobald man sich einen ersten Einblick in das Leben der Schönen und Reichen verschafft hat, kann man gleich zum nächsten Highlight fahren, nämlich dem Rodeo Drive am Sunset Boulevard, einer der teuersten und extravagantesten Einkaufsstraßen auf der ganzen Welt.

Rodeo Drive in Los Angeles

Los Angeles Gucci Geschäft

Rodeo Drive in Los Angeles

Beste Reisezeit für Los Angeles

Für mich persönlich ist die beste Reisezeit für Los Angeles an der Westküste der Frühjahr. Auch wir waren im April dort und fanden die Temperaturen perfekt. Zwischen 22 und 25 Grad warm und an einem Tag wurden es sogar 27 Grad, sodass wir einen Strandtag gemacht haben. Da Los Angeles an der Pazifikküste liegt, wird es auch im Sommer nicht allzu heiß und die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind nicht sehr groß. Generell ist eine optimale Reisezeit zwischen Mai und Oktober, da diese Monate am niederschlagsärmsten sind. Es kann allerdings alle paar Jahre mal passieren, dass Los Angeles eine Hitzewelle widerfährt, sodass es im Sommer auch gerne mal über 40 Grad werden können. Wem dies zu heiß ist, der sollte lieber auf den Frühjahr oder Herbst ausweichen. Dennoch kann man sagen, dass Los Angeles das ganze Jahr über einen Besuch wert ist und der Winter dort nicht mit unserem zu vergleichen ist 😛

Essen und Trinken in Los Angeles

Eins steht fest: Die Auswahl an Essen und Trinken ist natürlich riesig, insbesondere auch die Auswahl an Fastfood-Restaurants. An sich ist die Küche hier stark von Asien und Lateinamerika beeinflusst. Man findet für jeden Geldbeutel ein passendes Restaurant, hilfreich kann hierbei auch die App Yelp sein. Tipp: Die Burgerkette in-n-out Burger ist sehr zu empfehlen, die Warteschlangen im Drive in sind allerdings sehr lang 😀

in-n-out Burger

Zu den Universal Studios haben wir es leider nicht geschafft. Auch das Getty Center im Westen von Los Angeles haben wir uns nicht angesehen, soll jedoch ein super Tipp sein. Ich hoffe meine Los Angeles Reisetipps haben euch gefallen. Ihr könnt mir gerne weitere Tipps oder Anregungen da lassen 🙂

 

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4 Comments

  • Reply
    Giulia Will
    16/12/2016 at 11:40

    Danke für deine tollen Tipps! Dank deiner schönen Fotos hab ich richtig Lust auf Urlaub bekommen 🌴
    Dein Blog ist 👌🏼

  • Reply
    Katha
    16/12/2016 at 14:51

    WoW, so tolle Bilder *-*
    Und so gut geschrieben, da bekommt man wirklich richtig Lust dahin zu reisen =)

  • Reply
    Naywi
    16/12/2016 at 15:15

    Danke ihr Lieben 🙂

  • Reply
    Momo
    16/12/2016 at 15:26

    Du solltest als Reiseführerin arbeiten! Kann man dich buchen? Wunderbarer blog! 🙂

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